Herstellung einer Kaliumaluminiumsulfat-Stammlösung
Diese Anleitung beschreibt die Herstellung einer Kaliumaluminiumsulfat-Stammlösung mit einer festgelegten Molarität für den Laborgebrauch.
Anleitung zur Herstellung einer Stammlösung – Kaliumalaun (Aluminiumkaliumsulfat, KAl(SO₄)₂·12H₂O)
Kaliumalaun (Aluminiumkaliumsulfat-Dodecahydrat) ist ein kristallines anorganisches Salz, das sich leicht in Wasser löst und saure Lösungen bildet. Es wird häufig in der analytischen Chemie, Wasseraufbereitung und als Reagenz in Laborprotokollen eingesetzt. Die hydratisierte Form mit 12 Wassermolekülen (KAl(SO₄)₂·12H₂O, MW = 474.39 g/mol) wird zur Lösungsherstellung bevorzugt, da sie stabil und leicht abzuwiegen ist.
Ziel
Herstellung einer Kaliumalaun-Stammlösung definierter Konzentration (z. B. 1 M Lösung).
Zusammensetzung
- Wässrige Kaliumalaun-Lösung (KAl(SO₄)₂·12H₂O) mit der gewünschten Molarität
Benötigte Materialien
- Kaliumalaun (KAl(SO₄)₂·12H₂O)
- Deionisiertes oder destilliertes Wasser
- Analysenwaage
- Becherglas oder Kolben
- Messkolben oder Messzylinder
- Rührstab oder Magnetrührer
- Persönliche Schutzausrüstung (Handschuhe, Schutzbrille, Laborkittel)
Vorgehensweise
- Schritt 1
Zielkonzentration bestimmen. Für eine 1 M Lösung **474.39 g** Kaliumalaun (KAl(SO₄)₂·12H₂O) für ein Endvolumen von **1 L** abwiegen. Die Masse für andere Volumina entsprechend anpassen (z. B. **47.439 g** für 100 mL). - Schritt 2
Den abgewogenen Kaliumalaun in ein Becherglas mit deionisiertem Wasser entsprechend etwa **80% des Endvolumens** geben. Mit einem Glasstab oder Magnetrührer bis zur vollständigen Auflösung rühren. - Schritt 3
Die gelöste Lösung in einen Messkolben überführen. Das Becherglas mit kleinen Mengen deionisiertem Wasser spülen und die Spülflüssigkeiten in den Messkolben geben. Auf das gewünschte Endvolumen (z. B. 1 L) auffüllen. Gründlich mischen. - Schritt 4 (optional)
Falls eine sterile Lösung benötigt wird, durch eine **0.22 µm** Membran in ein steriles Gefäß filtrieren oder gegebenenfalls durch Autoklavieren sterilisieren.
Hinweis: Kaliumalaun-Lösungen sind sauer (pH bei mäßigen Konzentrationen typischerweise etwa 3.0–3.5). Das Stammlösungsgefäß mit Konzentration und Herstellungsdatum beschriften und in einem verschlossenen, entsprechend beschrifteten Gefäß lagern.
Verfügbare Reagenzien
| Name | Summenformel | MW | CAS |
|---|---|---|---|
| Kaliumalaun | AlK(SO₄)₂·12H₂O | 474.39 | 7784‑24‑9 |
